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23.01.2013 Trotz Fachkräftemangel: Noch wenige IT-Unternehmen wagen die Suche im Ausland

Trotz Fachkräftemangel: Noch wenige IT-Unternehmen wagen die Suche im Ausland

Umfrage zur Fachkräftesituation deutscher IT-Unternehmen im Rahmen der Partnerschaft von monster.de und CeBIT
• Fehlen Fachkräfte, haben zunächst interne Maßnahmen Vorrang
• Monster und CeBIT bieten gemeinsam Angebote, um die Branche im Recruiting zu unterstützen

Hannover/ Eschborn, 23. Januar 2013
– Der Fachkräftemangel in Deutschland ist längst Realität, dies gilt umso mehr für Unternehmen im digitalen Umfeld. So geben in einer aktuellen Umfrage von Monster im Rahmen der Recruiting-Partnerschaft mit der CeBIT unter kleinen, mittelständischen und großen deutschen IT-Unternehmen 20 Prozent an, dass sie in den letzten zwei Jahren schon einmal Aufträge ablehnen mussten, weil ihnen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlten oder diese bereits voll ausgelastet waren. Dabei entgingen den befragten Unternehmen im Durchschnitt Gewinne in Höhe von rund 110.000 Euro.

Als Hauptgründe für den Mangel an Fachkräften sehen die Umfrageteilnehmer vor allem das deutsche Bildungssystem sowie den demographischen Wandel. Aber auch die mangelnde Attraktivität der Verdienstmöglichkeiten für potenzielle Bewerber, die Abwanderung von Talenten ins Ausland und nicht ausreichend vorhandene sowie bedarfsgerechte Ausbildungsmöglichkeiten durch Unternehmen tragen für viele der Befragten zu den Schwierigkeiten bei der Besetzung von Fachpersonal bei.

„Vor dem Hintergrund, dass die Suche nach qualifizierten Fachkräften besonders im IT-Bereich eine große Herausforderung ist, verfolgen die CeBIT und Monster ein gemeinsames Ziel: Menschen und Unternehmen aus allen Ländern der Welt zusammen zu bringen.“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster. „Unsere Umfrage zeigt, dass IT-Unternehmen bisher kaum die Suche nach Talenten im Ausland wagen. Als globales Unternehmen unterstützt Monster mit internationalem Know-how und Netzwerk Arbeitgeber dabei, fehlende Fachkräfte auch auf internationaler Ebene zu rekrutieren und somit im Wettbewerb zu bestehen.“

Internationales Recruiting noch kaum eine Option
Welche Schritte ergreifen Arbeitgeber, um gesuchte Mitarbeiter mit den richtigen Qualifikationen für das eigene Unternehmen zu gewinnen? Die Befragung zeigt, die Anwerbung von geeignetem Personal aus dem Ausland ist für 85 Prozent der IT-Unternehmen aktuell keine Option. Lediglich 15 Prozent der Umfrageteilnehmer haben bereits im Ausland rekrutiert oder planen, dies in den nächsten sechs Monaten zu tun; sieben Prozent können sich diesen Schritt zumindest langfristig vorstellen. Hingegen hat eine Mehrheit von 78 Prozent bisher weder neue Mitarbeiter aus dem Ausland eingestellt, noch geplant, dies künftig zu tun. Am ehesten würden die Befragten nach qualifizierten Kandidaten in Spanien, Indien, Österreich, China und Russland suchen.

Rekrutierung aus dem Ausland vereinfachen
Unabhängig davon, ob nun Unternehmen internationale Mitarbeiter rekrutieren oder nicht – nach Ansicht der Befragten gibt es Potential, die Anwerbung von geeignetem Personal aus dem Ausland zu vereinfachen. Laut Befragung sind dies vor allem die vereinfachte Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, die Lockerung von Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen für Kandidaten sowie das engste Umfeld. Viele Unternehmen wünschen sich außerdem eine bessere Unterstützung bei der Rekrutierung durch Beratungs-, Informations- und Vermittlungsdienstleistungen. Auch ein größeres öffentliches Angebot an Sprachkursen und mehr standort- und branchenbezogenes Marketing im Ausland könnten laut Umfrage dabei helfen, qualifizierte internationale Arbeitskräfte zu finden.

Nutzung interner Ressourcen als erster Schritt bei der Stellenbesetzung
Die Umfrage zeigt, dass interne Maßnahmen bei der Besetzung vakanter Stellen eine übergeordnete Rolle spielen. Für viele Unternehmen ist die Anwerbung von externem Personal zwar eine Lösung, aber nicht der erste Schritt.

Weit vorne bei internen Ressourcen liegen Weiterbildungsmaßnahmen mit 83 Prozent und Mitarbeiterempfehlungsprogramme mit 66 Prozent. Um geeignetes Personal zu halten oder zu finden, sind Unternehmen außerdem darum bemüht, ihre Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Viele Umfrageteilnehmer sehen hierfür die Schaffung von Anreizen für neue und bestehende Mitarbeiter als gutes Mittel: 64 Prozent bewerten Gehaltserhöhungen, 69 Prozent die Steigerung der Arbeitsplatzattraktivität sehr positiv. Damit verglichen wird die externe Personalanwerbung vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen weniger in Betracht gezogen. Die Hälfte der Befragungsteilnehmer würde eine Rekrutierungskampagne starten, 38 Prozent im Zuge von Outsourcing, Leih- oder Zeitarbeit kurzfristig Personal einstellen.

Recruiting-Angebote Monster und CeBIT 2013:
Die Messe ist für Unternehmen einer der wichtigsten Zeitpunkte zur Ansprache passender Kandidaten. Die gemeinsam entwickelte CeBIT-Stellenbörse ist bereits online und bietet Unternehmen die Möglichkeit, im Vorfeld und während der Messe, sehr zielgerichtet potenzielle Kandidaten über offene Stellen zu informieren. Fachkräfte aus dem Bereich ITK können sich wiederum bequem und kompakt einen Überblick über Karrierechancen verschaffen. Vor Ort in Halle 9 / Stand G54 bietet Monster Unternehmen und Besuchern zudem ein umfangreiches Programm rund um das Thema IT-Recruiting. 

i)  B2B-Befragung „Fachkräftemangel in der ITK Branche“
Die nichtrepräsentative Befragung im Auftrag von Monster im Rahmen der Recruiting-Partnerschaft mit der CeBIT wurde vom internationalen Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov im Zeitraum 10.-18.12.2012 mit 200 deutschen Unternehmen der ITK-Branche durchgeführt. An der Befragung nahmen kleine Unternehmen (2-5 Mitarbeiter), mittlere Unternehmen (6-19 Mitarbeiter), größere Unternehmen (20-99 Mitarbeiter) sowie sehr große IT-Unternehmen (100 Mitarbeiter und mehr) teil.

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