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08.03.2013 Recruiting in der IT – so wollen es die Kandidaten

Recruiting in der IT – so wollen es die Kandidaten

Bewerbungspraxis 2013: IT-Professionals setzen auf Social Media und Apps bei der Jobsuche
• Auch Personalbeschaffung wird zunehmend „social“ und mobil
• IT-Unternehmen erkennen Trends, haben aber dabei noch Nachholbedarf

Eschborn, 8. März 2013 – Die Rekrutierung verändert sich. Papierbasierte Bewerbungen sind nicht nur out, sie sind meistens auch gar nicht mehr gewünscht. Die neuen Trends im Recruiting heißen Social und Mobile Recruiting. Diese Erkenntnisse resultieren aus einer Sonderauswertung für die ITK-Branche der Studie „Recruiting Trends 2013“ sowie der Arbeitnehmer-Befragung „Bewerbungspraxis 2013“ ; beide Studie wurden von Monster und dem Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) veröffentlicht.

Vor allem bei der Avantgarde der digitalen Welt, den IT-Professionals, scheinen diese Trends nicht bloße Strohfeuer zu sein, sondern in die Zukunft des Recruitings zu weisen. So nutzen mehr als 35 Prozent der IT‘ler Karrierenetzwerke zur aktiven Stellensuche. Damit liegen sie auf Platz zwei hinter generellen Internet-Stellenbörsen wie monster.de, die mit über 56 Prozent der präferierte Informationskanal sind. Soziale Netzwerke, wie zum Beispiel Twitter, landen mit 4,1 Prozent auf einem der hinteren Plätze.

„IT‘ler haben generell durchaus hohe Erwartungen an Social Media. Mehr als 54 Prozent der Befragten finden es zum Beispiel gut, wenn Unternehmen Social-Media-Anwendungen für Rekrutierungsaktivitäten einsetzen. Die IT-Professionals sehen die Erwartungshaltung in Bezug auf Social Media aber auch auf sich selbst zutreffend. 41 Prozent glauben, dass Unternehmen von ihnen erwarten, dass sie Informationen zu Karrierethemen über Social Media sammeln; und knapp 32 Prozent denken, dass Unternehmen es erwarten, dass sie in sozialen Medien aktiv suchen“, so Prof. Dr. Tim Weitzel vom Lehrstuhl für Informationssysteme in Dienstleistungsbereichen der Universität Bamberg

Always on – auch für die Personalbeschaffung
Auch das Thema Mobile Recruiting wird im Zuge der zunehmenden Nutzung von Smartphones und Tablet-PCs immer relevanter. Laut „Recruiting Trends 2013“ sind 42,9 Prozent der IT-Firmen der Meinung, dass sich Kandidaten in Zukunft über mobile Endgeräte bei ihnen bewerben werden. „Hier fehlt allerdings aus unserer Sicht noch die technische Voraussetzung“, ergänzt Prof. Tim Weitzel. „Es wird spannend sein zu sehen, ob die Branche hier selber mit einer Innovation voranschreiten wird.“ Mehr als vier von zehn der befragten Unternehmen im ITK-Sektor erachten die Ansprache von Kandidaten über mobile Endgeräte für die Rekrutierung und die Informationsweitergabe als sinnvoll. Die Möglichkeit „always on“ zu sein, bietet somit auch eine ständige Erreichbarkeit der Zielgruppe in puncto Rekrutierung.

So stehen IT-Fachkräften Apps zur mobilen Suche von Stellenangeboten durchaus aufgeschlossen gegenüber: Mehr als 57 Prozent finden es gut, wenn Internetstellenbörsen, 42,7 Prozent, wenn Unternehmen solche mobilen Anwendungen bereitstellen. Bei den IT-Professionals ist zudem die tatsächliche Nutzungsrate um einiges höher als bei Arbeitnehmern aus anderen Branchen: Drei von zehn IT‘lern nutzen Apps von Online-Stellenbörsen zur Jobsuche, im Vergleich zu nur 25 Prozent der Nicht-IT‘ler. Trotz dieses Trends – bei der Darstellung von Karriereinhalten auf mobilen Endgeräten gibt es noch Nachholbedarf; denn nur bei rund einem Viertel der befragten IT-Experten funktioniert die Darstellung ohne Probleme.

Unternehmen erkennen Trends, handeln aber noch wenig
Trotz der grundsätzlichen positiven Einstellung vieler IT-Unternehmen gegenüber Mobile Recruiting müssen sie noch einiges tun, wenn es darum geht, Inhalte für mobile Endgeräte anzupassen. Die eigene Karrierewebsite haben nur knapp 14 Prozent für die Darstellung auf Smartphones und Tablets optimiert. Angepasste Stellenanzeigen oder gar eigene Karriere-Apps können nur 4,5 Prozent der befragten IT-Unternehmen bieten.

„Die ‚Recruiting Trends 2013‘ zeigen deutlich, dass IT-Unternehmen den Wert von Social und Mobile Recruiting erkannt haben. Allerdings ist die Umsetzung immer noch ein Knackpunkt. Dabei sind bereits erfolgsversprechende Produkte und Lösungen verfügbar. Unsere Experten bei Monster unterstützen Unternehmen aktiv dabei, das Potential dieser Rekrutierungsansätze voll auszuschöpfen“, sagt Bernd Kraft, Vice President General Manager Central Europe bei Monster. „Dabei entwickeln wir maßgeschneiderte Strategien, die zum jeweiligen Bedarf des Unternehmens passen, um den besten Kandidaten zu finden.“

Dabei eröffnen Mobile und Social Recruiting Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, die begehrten IT-Professionals dort zu erreichen, wo sie sich informieren. Beispielsweise hat in der ITK-Branche die Veröffentlichung von Stellenanzeigen in Karrierenetzwerken von 2010 bis 2012 von knapp drei Prozent auf rund 23 Prozent zugenommen. Auch für das Employer Branding, also der Positionierung des eigenen Unternehmens als attraktiven Arbeitgeber, erachten IT-Unternehmen Social-Media-Plattformen für sehr wichtig. Ebenso setzen die Befragten für Active Sourcing auf Social Media. Vor allem Karrierenetzwerke werden mit 60 Prozent als guter Active-Sourcing-Kanal beurteilt. Als die besten Kanäle hierfür werden der eigenen Talent-Pool und persönliche Netzwerke mit je 85 Prozent gesehen.
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